GRIECHISCH  ist eine lebendige Sprache.

Das klingt zuerst paradox, denn die Sprache Homers oder Platons wird heute nicht mehr gesprochen. 
Aber lebendig ist das Griechische durch seine vielfältigen Ausdrucks-      möglichkeiten, seine Inhalte und sein Fortwirken in der heutigen griechischen Sprache. 

Die Schrift läßt sich schnell lernen. Das griechische Alphabet,das in Teilen auch für das Fach Mathematik wichtig ist, enthält Zeichen, welche uns bereits aus unserem „lateinischen“ Alphabet bekannt sind; die noch ungewohnten Zeichen (z.B. Y  W) prägen sich leicht ein; unsere Schüler beherrschen sie in etwa zwei Wochen.

Wer nach Latein Griechisch lernt,entscheidet sich zwar für Kontinuität ...

2Die Griechischschüler erkennen einerseits gleich,wie sehr sich das lateinische Sprachsystem am griechischen orientiert; sie erkennen andererseits aber auch schnell, wie sehr sich die Kultur der Griechen von der römischen unterscheidet; wie oberflächlich es ist, von „der Antike“ zu sprechen. 

„Der Grieche“ ist in erster Linie auf sich zentriert, er sieht als Individuum seine Umwelt auf sich bezogen; er freut sich an und über Neues , seine Spontaneität und die Ablehnung aller Hierarchie sind bezeichnend. 

GRIECHISCH bedeutet zwar auch geistiges Training ...
Zu den Leistungen im Abstraktionsvermögen,das ohne 4Zweifel auch andere Schulfächer einfordern, tritt im Fache Griechisch die Bindung des Denkens an den human(istisch)en Bereich.

Wer sich mit Griechisch beschäftigt,lernt nicht nur ein Sprachsystem kennen, sondern den gesamten Kulturbereich von den Wurzeln Europas an.

Die Kenntnis des Griechischen ermöglicht das unmittelbare Herangehen an die Originale europäischen Geistes und europäischer Kultur; damit wird den jungen Leuten die Möglichkeit eigenständigen Urteilens eröffnet; diese Beschäftigung fördert den Prozeß der Selbstfindung und leistet einen Beitrag zur Entwicklung von Bescheidenheit und Selbstbewußtsein.