Wer hätte schon gedacht, dass man beim Lösen eines Kriminalfalls besonders gut Englisch lernen kann! Wie das funktioniert, erlebten zwei Englischkurse bei einem Kurstreffen am eigenen Leibe.

Meine Kollegin Frau Knauer und ich führten mit unseren Englischkursen im 11. Jahrgang an einem Abend im Januar ein „Murder Mystery Dinner“ durch.
Das Thema des Rollenspiels war „80s High School Reunion“, Schüler, die 1986 ihren Schulabschluss gemacht haben, treffen sich nach 30 Jahren zu einem Klassentreffen wieder. Jeder Schüler und Lehrer erhielt eine Rollenkarte, um sich auf die Rolle vorbereiten zu können.
Am Abend der Party dekorierten zwei Teams die beiden Klassenräume, so dass man kaum noch das Gefühl hatte in der Schule zu feiern.

Es gab ein Buffet mit leckerem Essen und alle erschienen in Verkleidung. Die Teilnehmer hatten sehr viel Mühe und Arbeit in ihre Kostüme gesteckt und es war toll, ganz neue Seiten an den Schülern zu entdecken.
Jeder Partygast erhielt zunächst Aufträge, die abzuarbeiten waren: Kontakte knüpfen, Intrigen gegen bestimmte Charaktere schmieden, geheime Absprachen treffen und vieles mehr.
Aufgrund der Musik und netten Partystimmung wirkte dies nicht gekünstelt, sondern es fiel recht leicht sich in die Rollen hineinzufinden und natürlich zu agieren.
verbrecherjagd klNach einer Weile kam es dann zum „Mord“ an einem der Teilnehmer und anschließend musste jeder mit Hilfe verschiedener Hinweise und durch die Befragung der Partygäste versuchen herauszufinden, wer den Mord begangen hatte. Danach wurden dann „bestes Kostüm“, „bester Detektiv“ und „bester Schauspieler“ gekürt.

Da in unserem Raum eine tolle Partyatmosphäre herrschte, wurde anschließend noch gefeiert und getanzt.
Der Abend war meiner Meinung nach voll gelungen: Wir lernten uns sehr gut kennen, für mich als Lehrerin war es spannend ganz unbekannte Seiten an meinen Schülern zu entdecken: ein Schüler baute eine fantastische Musikanlage auf, sorgte für eine tolle Partystimmung und bewies ein großes Talent in technischen Fragen.

Andere Schüler fielen durch großes schauspielerisches Talent, gute Englischkenntnisse (wir sprachen schließlich ausschließlich Englisch!) und besondere Hartnäckigkeit auf. Ich bin begeistert, wie sehr sich die Schüler auf diesen Abend eingelassen haben und wie viel Arbeit und Engagement sie hineingesteckt haben. In meinem Kurs hat zwar- im Gegensatz zu Frau Knauers Lerngruppe, wo alle sehr sorgfältig die Hinweise studiert haben- keiner den Mörder entlarvt, dennoch hatten wir sehr viel Spaß und einen wirklich gelungenen Abend!

Cora Teske, Englischlehrerin

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