In Zwillingsreifen verfangene Schneeketten, ein großes Bierglas mit blauen Haaren im Irokesenlook, ein festgefahrener Bus 200 m vor dem Ziel, ein riesiger Vorrat an 5-Minuten-Terrinen.
Wer jetzt weiß, was damit gemeint ist, der war dabei. Beim Ski-Projekt 2016, dem elften dieser Art.

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Vieles war so, wie bei all den anderen Fahrten, den zehn Fahrten, die es schon gab. So mussten 55 Schüler und die elf Lehrer und Betreuer auch mal wandern, um Abendbrot zu bekommen. Steil bergauf durch den Schnee. Lohnte sich aber: Pizza in Österreichs höchstgelegener Pizzeria auf über 2000 m Höhe und eine rasante Fahrt auf Porutschern zurück in die Hütte waren die Belohnung.
So verschneiten wieder einmal Gepäckstücke auf ihrem beschwerlichen Weg vom Bus über die Gondel und den Skidoo bis zum Wildkogelhaus.
bild2 klSo hallten wieder die Fragen durch die Hütte nach fehlenden Helmen, Taschen, Schuhbeuteln. Gefunden wurden die Sachen dann wie üblich in anderen Zimmern: „Ach, ich dachte, das wäre meins.“
So stellten wieder Schüler fest, dass ihre Skibindung sich über Nacht verstellt hat und nun nicht mehr passt, während andere gar das Fehlen ihrer Skier beklagten. (Hinweis der Verfasserin: Es ist immer gut seine Ski zu kennen und nicht einfach die zu nehmen, die da stehen, wo man glaubt, dass man die eigenen abgestellt hätte …)
So lernten wieder 13 Skineulinge rasant schnell und fuhren nach wenigen Tagen durchs ganze Gebiet.
bild3 klSo klappte die von Petra Nietsch wie immer detaillierte durchgeführte Vorplanung hervorragend, die komplette Organisation am und auf dem Berg wie am Schnürchen, war das Essen wieder topp (merke: am Wildkogel geht es auch ohne 5-Minuten-Terrinen), gingen 54 Kids nett, höflich und rücksichtsvoll miteinander um, wurde gefeiert, gelacht, auch mal geschrien, taten ein paar Knie weh und wurden ein paar Heimwehtränen getröstet.

Vieles war anders, war neu bei der elften Auflage des Projekts.
Jan Luca Murkowski war erstmalig im Team und meisterte seine bild4 klAufgaben hervorragend.
Die Skitaufe wurde von einem großen Bierglas mit blauer Haarpracht begleitet – Silvio Kloy kann wirklich alles tragen.
Das Wildkogelhaus erwartete uns mit einem großen Anbau – zunächst skeptisch beäugt von uns, dann aber als hervorragend gelungen beurteilt.
Schnee und Wetter waren so gut wie noch nie – schon bei der Anreise rieselte es ohne Unterlass vom Himmel. Endlich Winterfeeling, der Pass Thurn nur mit Ketten befahrbar! Nach längerer Verzögerung gaben die Reifen die Ketten ja dann auch wieder her. Der letzte Anstieg vor dem Ziel: Vereiste Straße unter der Schneedecke – gut, dass der Bus sein eigenes Streugut an Bord hatte.
Frauenpower war nicht zu übersehen – beim Skirennen gewann Annika mit deutlichem Vorsprung gegen alle anderen.
Was war noch neu? Ach ja: Christoph Heida entschied das interne Skilehrerrennen für sich und verwies Kevin Müller auf Platz zwei. bild5 klLetzterer, so hörte man, begab sich daraufhin in den Zeugnisferien sofort ins Trainingslager.

Und am Ende blieb dann doch wieder alles gleich: Eine ganzer Bus voll Schüler wollte nicht fahren, sondern bleiben und alle freuen sich schon auf das Ski Projekt 2017.

Anne Brinkmann

(Zum Vergrößern Linksklick auf die Fotos)

 

 

 

bild7 klSkifreizeit 2016 der Großen Schule Wolfenbüttel

von Jule Kunath


Gleich nachdem ihr euch von euren Eltern verabschiedet habt, geht es los. Im Bus hat zwar jeder seinen zugewiesenen Sitzplatz, aber nach gerade einmal zwei Minuten setzt sich jeder woanders hin und läuft im Bus herum, kurz gesagt: Chaos, aber ein sehr charmantes und unterhaltsames. Obwohl die Busfahrt zwölf Stunden dauert, gibt es keine Langeweile und die Zeit vergeht wie im Flug.

bild6 klSuper! Wir sind da! Der Wildkogel empfängt uns mit tollem Sonnenschein und weißen Hängen. Jetzt geht es auf den Berg mit der Gondel, das Gepäck im Schlepptau. Oben angekommen empfängt uns ein Snowmobile und bringt unsere sieben Sachen in die Hütte. Dort bekommen wir die Zimmerkarten und packen aus.

Die Betreuer schlafen mit auf den Geschossen und sind immer für einen da. Nach der ersten Nacht werden am Folgetag die Skigruppen eingeteilt. Und zwar von eins bis fünf, wobei fünf die Gruppe der Anfänger, eins die der Könner ist. In den Skigruppen werden Übungen gemacht, damit man besser fahren lernt – aber der Spaß steht dabei immer im Vordergrund. Nach dem Unterricht dürfen die Gruppen eins bis vier frei fahren, das heißt man darf ohne  Skilehrer fahren, wo man will. Die Gruppe fünf darf das nach einigen Tagen dann auch.

Dieses Jahr hatten wir geniales Wetter: Vormittags hat es geschneit und nachmittags gab es dafür Sonne mit strahlend blauem Himmel. Perfekte Voraussetzungen für's Skifahren. Wenn auch a....kalt! -16 Grad!!!!

Das Essen: Morgens gibt es typisches Frühstück mit Brötchen, Eiern, Marmelade und Müsli und vieles mehr. Zwischendurch am Mittag kann man eine Suppe essen und sich stärken. Am Abend dann was Warmes, das reicht von Pommes, Burger und Schnitzel bis zu süßen Nachspeisen und Getränken. Mit seinem eigenen Geld kann man sich auch etwas anderes kaufen, wenn man das möchte.

Die Betreuer denken sich immer tolle Aktivitäten für den Abend aus. Z.B. hatten wir ein Tipp-Kick-Turnier oder Hüttenabende an denen gespielt, gelacht und getanzt wird. Ich hatte mit den Betreuern immer viel Spaß – einmal gab es eine riesige Schneeball-Schlacht.

Am Vorabend der Abfahrt hatten wir dann einen Abschiedsabend mit viel Spielen und Aktionen. Dann wurde gepackt und ging es wieder nach Hause. Im nächste Jahr möchte ich unbedingt wieder dabei sein!