Vom 10. bis zum 18. April hatten die Schüler der 9. Klassen die Möglichkeit, nach Frankreich bzw. nach Cachan (bei Paris) zu fahren, um dort an einem Schüleraustausch zwischen Deutschland und Frankreich teilzunehmen.

Unsere Gastschüler stammten aus zwei unterschiedlichen Schulen in Cachan: dem Collège Saint Joseph und dem Lycée Maximilien Sorre. Begleitet wurden die deutschen Schüler von Frau Feuge und Herrn Klose.

Nachdem wir morgens um 7 Uhr 30 an der Großen Schule losgefahren waren, folgte eine vergleichsweise lange Busfahrt nach Cachan mit mehreren Zwischenstopps. Abends kamen wir ungefähr gegen 18 Uhr am Rathaus von Cachan an. Dort wurden wir von den französischen Austauschschülern begrüßt. Von dort aus gingen oder fuhren wir mit unseren Koffern zu unseren Gastfamilien. Diese zeigten uns zuerst die Wohnung und unsere Zimmer. Anschließend verbrachten wir den Abend mit ihnen und packten unsere Koffer aus.

Am Tag nach der Ankunft in Frankreich besichtigten wir die „Basilique St.-Denis''. Geführt wurden wir dort von Herrn Wendel, dem Lehrer unserer französischen Gastschüler am Lycée Maximilien Sorre.  Anschließend besichtigten wir Paris mit dem Bus, während Herr Wendel etwas über die Stadt erzählte. Danach hatten wir die Möglichkeit, Paris in mehreren Gruppen alleine zu besichtigen. Viele guckten sich den Eiffelturm oder den Triumphbogen an oder kauften einfach in Paris ein. Anschließend kehrten wir zu unseren Gastfamilien zurück. Von dem Zeitpunkt an stand es wieder jedem frei, was er mit seiner Familie machen wollte.

Am dritten Tag hatte jeder erneut die Chance, Paris zu besichtigen. Danach gingen wir zusammen in den Louvre, wo wir in kleineren Gruppen die Ausstellungen nach Belieben besichtigen konnten. Aufgrund der Größe des Louvre und der fehlenden Zeit war es unmöglich, alles zu betrachten. Man musste daher vorher eine ungefähre Vorstellung von dem haben, was man auf jeden Fall besichtigen wollte. Hier gab es etwas, was wahrscheinlich jeder gesehen hat: die „Mona Lisa''.
Abends wurden wir im Rathaus vom Bürgermeister von Cachan empfangen. Dieser hielt eine kleine Rede, die Herr Klose für uns übersetzte. Im Anschluss gab es ein paar Kleinigkeiten zum Essen.
Nach dem Empfang kehrten wir erneut zu unseren Familien zurück.

Vor jedem von uns stand nun das Wochenende. Hier stand es den Familien frei, was sie mit uns unternehmen wollten. Einige besichtigten Paris noch einmal, dafür aber etwas länger und ausführlicher, oder machten Dinge, die für den Alltag der betreffenden Gastfamilie typisch waren.

Am sechsten Tag, Montag, besichtigten wir morgens die Kirche „Saint Denys“ in Arcueil.
Anschließend nahmen wir zwei Stunden am französischen Unterricht im Collège teil. Nach dem Mittagessen in der französischen Kantine hatten wir die Aufgabe, uns in deutsch-französischen Gruppen ein Werbeplakat für die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich auszudenken, um diesen anschließend den anderen Gruppen vorzustellen. Das gelungenste Werbeplakat wurde mit einem Preis prämiert.

Am Dienstag fuhren wir nach Bazoche und besuchten dort das ehemalige Wohnhaus von Jean Monnet, einem der „Väter“ der Europäischen Einheit. Mit Hilfe von ''Audioguides'' und einem Film erfuhren wir etwas über sein Leben. Im späteren Verlauf des Tages besichtigten wir das Schloss von Versailles in kleinen Gruppen sowie die Stadt Versailles selbst. Abends war es uns wieder möglich zu tun, was wir wollten.

Am letzten Tag vor unserer Rückreise nach Deutschland hatten wir ein letztes Mal Zeit, Paris zu besichtigen. Wir starteten unseren Rundgang im Viertel Montmartre, wo wir auch die berühmte Kirche „Sacré-Cœur“ ansehen konnten.

Am nächsten Morgen (Donnerstag) mussten wir uns von unseren Gastfamilien verabschieden und  fuhren nun mit unseren Austauschschülern nach Wolfenbüttel zurück. Dort waren wir mit unseren Familien nun als Gastgeber für unsere französischen Austauschpartner zuständig.

Abschließend kann man nur sagen, dass sich der Austausch völlig gelohnt hat. So gut wie alle Schüler waren vollkommen zufrieden mit ihren Gastfamilien und Austauschpartnern.
Da auch das Ziel erfüllt wurde, seine Kenntnisse im Französischen zu verbessern und etwas über die französische Kultur zu erfahren, kann man einen solchen Austausch nur weiterempfehlen.