Vom 9. bis zum 27. Februar 2015 waren wir, Jannik Kriegel und Julian Klyk, als Schülerpraktikanten in dem MAN-Werk in Salzgitter beschäftigt. Dabei haben wir Einblicke in die Arbeitswelt und in die Abläufe im Werk bekommen, das bedeutet auch, dass wir uns an die Ausbildungszeiten von 6.45 Uhr bis 14.45 Uhr anpassen mussten, was am Anfang

02 kleiniger Gewöhnung bedurfte, nach wenigen Tagen jedoch kein Problem mehr war.
Unser Praktikum begann mit einer ausführlichen Sicherheitseinweisung, bevor wir zu unserer ersten Abteilung im Werk, der Retour, gebracht wurden, wo Teile von Kunden zurück geschickt werden und entschieden wird, ob sie ein neues Teil gesendet bekommen, oder nicht. Dort hieß es für uns drei Tage Kisten packen und einscannen, was sich jedoch nicht als allzu zäh herausstellte, da die Arbeiter, wie an allen Arbeitsstellen, sehr nett waren und sich über uns Praktikanten gefreut haben. Allerdings wurde uns bereits dort bewusst, dass es sehr anstrengend sein kann, in einer acht Stunden Schicht zu arbeiten.
Nach diesen drei Tagen kamen wir für erneut drei Tage in die Abteilung „Truck in the Box“, kurz CKD, was für „Completely Knocked Down“ steht. Dies beschreibt 03 klschon sehr gut den Zweck dieser Abteilung, nämlich einen noch nicht zusammengebauten LKW in Kisten zu verpacken und in andere Länder, wie zum Beispiel Indonesien, zu exportieren. Diesen Prozess haben wir dort kennenlernen dürfen und selbst die Kisten zusammengebaut und beim Verpacken geholfen, bis die Kisten schließlich von uns ihren Code und somit ihren „Reisepass“ in das entsprechende Land erhalten haben. Dabei ist es sehr interessant zu sehen gewesen, wie ein ganzer LKW in bloß fünf Kisten verpackt wird und wie wenig Fläche diese Kisten einnehmen.
Unsere nächste Abteilung hieß nun Komponentenfertigung, in der wir, nach einer 04 klFührung durch diesen Bereich des Werkes, der Achsfertigung zugeteilt wurden. Dort wurden wir für drei Tage aufgeteilt. Einer von uns war am Montageband, wo er schon einmal die Taktarbeit am Band kennenlernte und nur an einzelnen Montagestationen der Achse war, während der andere bei dem sogenannten A4-Band war, wo Hydroachsen für Spezialfahrzeuge, wie z.B. Baustellenfahrzeuge, hergestellt werden. Da nicht so viele dieser Fahrzeuge hergestellt werden, ist dieses Band eigentlich gar kein Band, denn dort wird von zwei Arbeitern die Achse komplett gebaut. Am letzten Tag der Woche, und damit vierten Tag in der Abteilung, waren wir beide an diesem A4-Band, da der Rest der Abteilung wegen Kurzarbeit frei hatte, die durch das Handelsembargo mit Russland bedingt ist.
06 klIn der letzten Woche waren wir an dem wohl interessantesten Ort im Werk, dem LKW-Montageband. Dort wurden wir nacheinander einzelnen Stationen, wie dem Achseinbau, dem Motoreneinbau, dem Anbau des Fahrerhauses und dem Prüfcenter, zugeteilt und haben jeden Tag etwas anderes gemacht, bis wir einmal alles Interessante an der LKW Montage selbst miterleben durften. Dabei waren wir selbst verwundert, wie sehr wir in das Geschehen am Band eingebunden wurden, da die Arbeiter dort ja ein eingespieltes Team sind und jeder in Akkordzeit seine Arbeit an dem Fahrzeug erledigt haben muss. Denn es sind lediglich sieben Minuten und zwölf Sekunden Taktzeit, weshalb es manchmal, vor allem durch uns, zu Zeitknappheit kam, da wir doch deutlich langsamer waren, als die Arbeiter. Diese blieben jedoch immer freundlich und haben uns im Falle geholfen.
10 klAm letzten Tag ging es für uns zum Kundencenter, wo wir die Prozesse für den Kunden kennenlernen durften und erfahren haben, wie der LKW übergabebereit gemacht wird. Anschließend sind wir mit einem der Verantwortlichen in einem LKW über die hauseigene Teststrecke gefahren, was eine beeindruckende Erfahrung war, da durch die hohe Position das Geschwindigkeitsgefühl gänzlich verändert wird. Zum Schluss bekamen wir noch eine Werksführung, bei der wir wichtige Informationen zum Standort erhielten, bevor wir ein Abschlussgespräch im Ausbildungszentrum hatten und unser dreiwöchiges Praktikum leider schon beendet war. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich bei MAN Salzgitter und speziell bei Herrn Dube bedanken, uns diese intensiven und interessanten Erfahrungen ermöglicht zu haben.
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