Paula Borchers, Eva Harriehausen, Hanna Jensen, Joana Weseloh, Malena Weseloh siegen im Landesfinale des Wettbewerbes Jugend trainiert für Olympia in der Wettkampfklasse 4 am 11.03.2014 in Winsen(Luhe).
Sie sind damit die besten Turnerinnen der Schulen in ganz Niedersachsen und nehmen am Bundesfinale vom 6.-8. Mai in Berlin teil.

Spannendes Landesfinale Niedersachsens im Gerätturnen der Mädchen
Ort und Datum: Winsen (Luhe) am 11.3.14
Erreichte Platzierung: Rang 1
Zunächst unser Jubelgesang: „Berlin, Berlin! Wir fahren nach Berlin!“
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Bericht über den Wettkampftag:
Unser Turnteam wollte pünktlich morgens um 7.20 Uhr losfahren. Doch daraus wurde nichts, denn ein Schülerausweis musste schnell noch nachgebracht werden. Lieben Dank an die schnelle Mama. Alle fragten sich: „Ist dies schon ein erstes schlechtes Zeichen?“.
Aber dann: Um 7.35Uhr fuhren Eva Harriehausen, Paula Borchers, Malena und Joana Weseloh, Hanna Jensen, Jana Ballschuh und Herr Kloy mit dem Bus des MTV Wolfenbüttel nach Winsen (Luhe).
Im Gepäck hatten wir neben den Turnanzügen, Sportschuhen, Süßigkeiten und Trinkflaschen auch eine ehemalige Schülerin und Turnerin, Alisa Jensen, die uns aber diesmal als Kampfrichterin im Wettbewerb unterstützen konnte, aber auch kritisch bewerten musste. Damit hier niemand auf die Idee kommt, dass wir Alisa mit Schokolade, Eis und Gummibärchen bestochen haben, sei hier nur erwähnt, dass immer mindestens drei verschiedene Kampfrichter die Turnerinnen bewerten, indem Sie Punkte von einem Ausgangswert abziehen. Jeder noch so große oder kleine Fehler wie krumme Füße, nicht gestreckte Beine oder ungenügende Körperspannung führt demnach gnadenlos zu Punktverlusten.

Nach einer zweistündigen Fahrt und circa acht (nichtausgelösten) Blitzern auf der B4 nach Lüneburg kamen wir bei herrlichem Sonnenschein an der Sporthalle des Luhe-Gymnasiums an. Wir betraten die Sporthalle und kamen aus dem Staunen nicht heraus, da die Halle super modern und hell erstrahlte. „Wow, was für eine tolle Location!“, meinten Jana und Alisa. Waren das die guten Zeichen?
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Unser Turnteam hatte nun eine halbe Stunde Zeit, um sich mit den Geräten und den Räumlichkeiten vertraut zu machen und sich einzuturnen. Für einen Kunstturner ist es nämlich sehr wichtig, sich an verschiedenen Punkten wie Licht, Markierungen auf dem Boden, der Wand oder der Decke zu orientieren.

Frau Petermann und Herr Bretschneider begrüßten die Sportlerinnen und Sportler herzlich und wünschten allen Turnteams maximale Erfolge. Endlich konnten die Mannschaften in ihren Gerätebahnen antreten.

Die Großen Schülerinnen begannen mit der Gerätebahn A: Reck, Boden und Sprung!
Das viele Training wurde am Reck am meisten belohnt. Bei den Rädern am Boden konnte nicht immer die Körperspannung aufrecht erhalten werden, so dass die Räder nicht auf einer Geraden geturnt wurden. Gute Wertungen auch beim Sprung über das 1,15m hohe Pferd. Lediglich der Armzug oder die zweite Flugphase wurden von den Kampfrichterinnen bemängelt. Insgesamt war dies aber ein toller Auftakt mit hohen Bewertungen.
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In Gerätebahn B werden die Geräte Balken, Boden und Parallelbarren beturnt.
Trotz toller Körperspannung und sicheren Ständen nach den Abgängen zogen uns die Kampfrichterinnen am Balken jeweils einen halben Punkt ab. Der Grund war ein zu geringer Bewegungsumfang bei den Schritten seitwärts auf dem Gerät. Unbeirrt turnten die Schülerinnen Handstand, Abrollen mit Strecksprung und halber Drehung sowie eine Rolle rückwärts durch den hohen Hockstütz.
Bestaunen und bejubeln konnten alle die Übungen am Barren mit hohen Schwüngen, gestreckten Beinen und langen Füßen.18911894










1899Schattenrollen, Schattenhockwenden und Partnerturner werden in Gerätebahn 3 absolviert.
Synchron und sauber müssen jeweils acht Rollen und acht Hockwenden von allen Turnerinnen gleichzeitig dargeboten werden. Mit voller Punktzahl gelang uns dies beim Schattenrollen perfekt. Die Kampfrichterinnen bemängelten aber den geringen Arm-Rumpf-Winkel beim Hockwenden, so dass wir trotz Synchronität einen ganzen Punkt verloren. Ärgerlich war ein Fehler von uns Trainern beim Partnerturnen. Verlangt werden zwei akrobatische und zwei turnerische Elemente. Nachdem wir den Empfehlungen des Bezirksfinales gefolgt waren und schöne Posen und Stände eingebaut hatten, vergaßen wir leider eines der zwei akrobatischen Elemente. Was hätte dies sein können? Ein Handstand, ein Rad oder ein Flickflack zusätzlich und schon wäre alles perfekt gewesen. So aber mussten die Bewertungen niedriger ausfallen, da die Vorschriften nicht eingehalten wurden.
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Zum Abschluss unsere größten Zitterdisziplinen: die Sonderprüfungen im Stangenklettern, Standweitsprung und der Staffellauf.

Beim Klettern konnten wir uns zwar gegenüber dem Bezirksfinale nicht verbessern, aber anscheinend hatten alle Teams Probleme mit dieser Disziplin. Wir erreichten mit Zeiten unter 6,4 Sekunden dennoch den zweiten Rang in dieser Mannschaftswertung.
Beim Standweitsprung zahlte sich unser Sprungtraining aus. Wir konnten uns von 5,40 m im Bezirksfinale auf 6,40 m steigern. Allerdings schafften andere Mannschaften mit 6,95m oder 6,85m deutliche größere Weiten. Kurzfristig Angst machten uns die Verletzungsprobleme von Joana, die aber tapfer mit Kühlkissen in den Pausen ihr Knie schonte und beim Wettbewerb die Zähne zusammenbiss. So erreichte sie selbst beim Standweitsprung eine respektable Weite. Dafür ein großes Lob und schnelle Genesung.

Ganz am Ende erfolgte der Staffellauf. Nun haben nicht alle unsere Turnerinnen zwei linke Füße, aber irgendwie fällt uns diese Prüfung immer besonders schwer. Immerhin konnten wir mit einem dritten Rang und nach 40,39 s den Staffellauf nicht als langsamste Mannschaft absolvieren, aber zufrieden waren wir mit dieser Leistung nicht.

Fazit:
Am Ende reichten ein erster Platz, drei zweite Plätze und zwei dritte Plätze in den Mannschaftswertungen der Teildisziplinen aus, um im Durchschnitt den Gesamtsieg zu erturnen. Juhu, Platz eins!

Nach der Siegerehrung wurde unser erster Platz noch mit einem großen Eis gefeiert und der Bus zum Partybus umfunktioniert. Die Schülerinnen trällerten fast alle Lieder des Radios lauthals mit.19231933









Ein toller Wettkampftag für die Große Schule und unsere Turnerinnen. Herzlichen Dank gilt Jana Ballschuh, die ganz tolle Arbeit leistet und Ihre Freizeit in das Training der Kinder steckt. Weiterer Dank gilt Alisa Jensen für Ihre freiwillige Tätigkeit als Kampfrichterin (jede Mannschaft ist verpflichtet, einen zugelassenen und zertifizierten Kampfrichter zu stellen) und Dank gilt auch dem MTV Wolfenbüttel für die Bereitstellung des Fahrzeuges.
Zum Schluss darf ich aber auch den Kolleginnen und Kollegen danken, die in den letzten Monaten immer wieder Schülerinnen und Trainer freigestellt haben, damit Übungszeiten und Trainingsmöglichkeiten effektiv genutzt werden konnten.1948

Gratulation unseren Landessiegern: Joana, Hanna, Eva, Malena und Paula (v.l.n.r.)

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Zum Abschluss die Wertungen in der Übersicht:

19491950Bericht: S. Kloy