Es ist schon erstaunlich mit welch einfachen Karten sich die Entdecker früherer Zeiten behelfen mussten, um ihre Seerouten zu bewältigen. Dies war eine wesentliche Erkenntnis, die die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a

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des Gymnasiums Große Schule im Verlaufe ihres Erdkunde-Studientages an der hiesigen Herzog-August-Bibliothek gewinnen konnten.

 Das eintägige Seminar stand unter dem Titel „Alte Karten oder Unterschiedliche Ansichten der Erde früherer Jahrhunderte“. Der Erdkundelehrer der Klasse, Klaus Hantelmann, sowie Frank Stuhlmann von der HAB ließen die Schüler zunächst vier Landkarten aus verschiedenen Epochen nach geographischen Kriterien begutachten, um die unterschiedlichen Weltansichten kennenzulernen. Den Schülern lagen eine Portolankarte aus dem Jahr 1509 über den „Seeweg nach Indien“ sowie die Weltdarstellung von Hartmann Schedel „Die Welt vor Columbus“ aus dem Jahr 1493 vor. Zwei weitere Schülergruppen analysierten die Weltkarte von Abraham Ortelius aus dem Jahr 1570 sowie als neueste Kartenansicht die Karte „Peking, die erste Provinz des chinesischen Reichs“ (1655). Frank Stuhlmann zeigte sich bei den jeweiligen Präsentationen der Arbeitsergebnisse durch die Schülergruppen sehr angetan von der Intensität der Arbeit und den daraus erwachsenen Ergebnissen. Ein besonderes Highlight waren die anschließenden wissenschaftlichen Erläuterungen an Originalkarten durch Dr. Christian Heitzmann, der u.a. die Kartensammlung der HAB betreut.

 Eine Führung durch die Herzog-August-Bibliothek, bei der natürlich auch ein besonderes Augenmerk auf die Sammlung historischer Landkarten und Globen gelegt wurde, rundete den interessanten Tag ab. Klaus Hantelmann stellte eine Fortsetzung mit anderen Lerngruppen in Aussicht und stellte als Resümee fest: „Wir wollen einen solchen Studientag fest in unseren Schullehrplan aufnehmen, denn die HAB bietet auch für das Fach Erdkunde viele Schätze, die zu analysieren sind“.

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