trili1 klWir trafen uns am 23.01.2016 um 20.30 Uhr am Braunschweiger Hauptbahnhof. Auch wenn wir alle schon alt genug sind, um ohne Familie irgendwo hinzufahren, waren doch alle aufgeregt, wie die Fahrt denn werden würde und ob man sich mit den Leuten versteht, die einen nun für mehrere Tage umgeben. Nachdem alle mühselig ihren schweren Koffer und Skier auf Gleis 6 geschleppt und ihre Eltern erfolgreich verabschiedet hatten, war der Zug pünktlich um 20.55 Uhr eingefahren und wir stiegen ein. ,,Nun geht es endlich los!‘‘, dachten wir uns, nach all den Vorbereitungen und Besprechungen, die es gab. Endlich waren wir startklar.
Die Hinfahrt war abwechslungsreich. Zum Teil versuchte man zu schlafen, andererseits versuchte man, die anderen näher kennenzulernen und zu einem verschwindend geringen Teil probierte man, sich das angefertigte Drehbuch durchzulesen und es sich zu merken (eher weniger erfolgreich). Während der Hinfahrt mussten wir mehrere Male umsteigen, was eigentlich kein Problem war, allerdings gab es auch Koffer, die durch ihre Unhandlichkeit kleinere Herausforderungen darstellten, die wir aber mit Bravour bewältigten.
trili3 klDie erste Umsteigstation war bereits Hannover, dann München, Wörgl und schließlich Zell am See. Dann ging es mit einer Privatbahn weiter bis zum endgültigen Ziel. Dort angekommen fuhren wir samt Gepäck mithilfe der Gondel hoch zum Wildkogelhaus und bezogen unsere Zimmer. Durch einen Buchungsfehler vom Haus aus wurden wir in die vor kurzem neu errichteten Zimmer verlegt, womit wir natürlich alle überhaupt kein Problem hatten. Purer Luxus begegnete uns, eigene Badezimmer, Balkone mit der tollsten Aussicht ins Tal und Zimmer, die für 5 Personen ausgelegt waren. Für Frau Nietsch und Frau Thiele gab es Einzelzimmer, wir teilten uns in Mädchen- und Jungenzimmer auf, trafen uns aber jeden Abend in einem der Zimmer, um gemeinsam den Abend zu gestalten. In den 5 Tagen verstanden wir uns alle prächtig und wuchsen zu einer einheitlichen Truppe zusammen, die gemeinsam Ski fuhr, abends zusammen saß und versuchte, ihr Bestes zu geben während des Filmdrehs.
trili2 klDas Drehen in insgesamt 3 Sprachen war zum Teil anstrengend, aber auch sehr lustig. Man könnte den Film vermutlich mit einem doppelt so langen Abspann mit Outtakes schmücken, als der Film an sich dauert. Es kamen so einige lustige Szenen zustande. Wir drehten an allen zur Verfügung stehenden Tagen über den ganzen Tag verteilt Szenen. Zwischendurch war dann aber auch Platz für den zweitwichtigsten Grund auf dieser Fahrt, das Skifahren. Wir fuhren zu jeder Zeit als Gruppe und hatten eine Menge Spaß. Das Tollste daran war, das jeder auf jeden Rücksicht genommen hat. Generell war es eine sehr harmonische Stimmung zwischen der ganzen Truppe. Die Tage vergingen wie im Flug und es kam einiges an Filmmaterial zusammen.
Am letzten Abend gingen wir gemeinsam Pizza essen, diese war allerdings so groß, dass einige Mädchen gezwungen waren aufzugeben.
Am 28.01 ging es dann auch schon wieder los Richtung Heimat: Wir fuhren um 12.44 Uhr an der ersten Haltestelle los, jedoch nicht ohne vorher bei dem nächstgelegenen Supermarkt ordentlich zuzuschlagen. Wir Jungs kamen auf eine Gesamtsumme von 55 Euro ‒ nur für Süßigkeiten und Getränke. Frau Thiele und Frau Nietsch staunten nicht schlecht, als sie den Inhalt der vollbepackten grünen Tasche sahen. Gut gerüstet ging es also wieder Richtung Braunschweig bzw. Wolfenbüttel. Wir hatten wieder einige Umsteigstationen, meisterten die jedoch wieder mit der nötigen Gelassenheit und Zielstrebigkeit. Die Stationen waren Zell am See, Wörgl, Fulda, Hannover und schließlich Braunschweig. Die Rückfahrt war alles andere als verklemmt: Wir redeten, lachten und dachten über die letzten 5 Tage nach. Es war eine richtige Gruppengemeinschaft entstanden. In Braunschweig angekommen (0.56 Uhr) wurde zuerst der Restbestand der grünen Tüte geprüft und dann fair aufgeteilt. Dann begrüßte man freudig seine Eltern und tauschte sich noch mit seinen Eltern, Frau Thiele und seinen neugewonnenen Freunden aus und verabschiedete sich dann.
Abschließend möchten wir uns herzlich bei der Oskar-Sommer-Stiftung für die Unterstützung bedanken.
Man kann von einem nahezu perfekten Projekt reden, in dem größtenteils alles so gelaufen ist, wie man es sich im besten Fall vorgestellt hat. Wir hoffen, dass der mit sehr viel Mühe produzierte Film auch nur annähernd so gut wird bzw. ist, wie das Projekt an sich.

So macht das Lernen einer neuen Sprache Spaß!

Tom Niehoff für das Trili-Team